| 12V-Sofitte durch LEDs ersetzen/auswechseln |
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| Mittwoch, 12. November 2008 um 15:51 | ||
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Auf meinem Boot verrichten 12-Volt-Sofitten ihren Dienst für die Innenraumbeleuchtung. Jede Sofitte hat eine Leistung von 10Watt. Das war mir zuviel: Sie wurden ersetzt durch LEDs mit einer Leistung von nur 0,27Watt.
Fertig kaufen war mir nix, zum einen preislich, zum anderen war ich mir nicht sicher, ob die Lichtleistung wirklich ausreicht, denn Strom sparen auf Kosten der Helligkeit wollte ich auch nicht. Die LED hat einen Abstrahlwinkel von 100Grad, wird mit einer Spannung von 3,4Volt betrieben und zieht einen Strom von 20mA. Nun ging die Rechnerei los: Bei einer Spannung von maximal 13,8 Volt (normale Autobatterie) versuchte ich mein Glück, vier LEDs in Serie zu schalten, ohne Vorwiderstand. Das ist nicht die saubere Art, ich weiss… Es ging aber und ich bin Optimist ;-). Anbei ein paar Bilder: wie man sieht, ist die zu ersetzende Sofitte ca. 4cm lang. Ansonsten braucht man an Material natürlich die LEDs, ein bisserl Lochrasterplatine und ein kleines Ende normales Hausinstallationskabel. Die Beinchen der LEDs sollte man nicht kürzen, denn insbesondere über die Kathode leitet die LED einen Grossteil ihrer Wärme ab. Das mag der Grund sein, warum in den Beinchen nochmals eine kleine Fläche vorhanden ist, die das Durchrutschen in der Lochrasterplatine verhindern. Aus der Lochrasterplatine schneidet man jetzt ein Stück aus und unterbricht die Leiterbahnen wie folgt (ich hab dazu einen Dremel mit kleinstem Fräser genommen). Die LED hat übrigens eine abgeflachte Kante (siehe Foto), diese Kante markiert die Kathode der LED, also die Minus-Seite. Danach werden die LEDs draufgelötet, und zwar immer schön in Serie, heisst Minus an Plus und andersrum. Auf dem Foto erkennt man dies wieder an der abgeflachten Seite… Noch hat das Stück Platine ja noch nicht die Länge der originalen Sofitte, aber das soll sich jetzt ändern: Aus dem Kupferkabel biegen wir uns mit einer kleinen Zange ein Stück zurecht, das an jeweils Plus, bzw. Minus angelötet wird und zum “Einspannen” der neuen LED-Sofitte dienen soll. Ja, die Sofitte könnte sich verdrehen und dadurch leuchten die LEDs womöglich nicht in die “richtige Richtung”, damit habe ich allerdings keine Probleme gehabt. Die geringe Überspannung vom 13,8Volt bei vollgeladener Autobatterie mag die Lebensdauer verringern, aber damit komme ich ebenfalls zurecht. Die Lampe brennt höchstens 100 Stunden im Jahr. Vorteil: Auch bei weitgehend entladener Batterie und damit nur noch einer Spannung von ca. 12 Volt kommt noch hinreichend Licht aus der LED. Das Licht ist allerdings extrem kalt und blau, wer es wohnlich mag, sollte auf warm-weisse LEDs ausweichen. Und hier ein Vergleich von Sofitte und LED-Leiste. Die Sofitte gibt ihr Licht natürlich rundum ab, daher scheint sie heller zu sein, die LED-Leiste gibt ihr Licht auf einem Winkel von 100 Grad ab, nach hinten z.B. gar nicht.
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